Schulgarten-Projekt Frauenneuharting
Im Jahr 2008 bat mich der Elternbeirat der Grundschule Frauenneuharting (Lkr. Ebersberg) um ein Konzept zur Gestaltung des Schulgartens. Der Garten bestand zu diesem Zeitpunkt nur aus einer Rasenfläche, einem zu-
gewachsenen Folienteich und einem alten Apfelbaum.
Im Gespräch mit Eltern und Lehrern kristallisierten sich folgende Aspekte dieses Projektes heraus:
Der bestehende Folienteich sollte erneuert werden. Darüber hinaus suchte man nach robusten, und optisch reizvollen Gestaltungselementen, um dem Garten insgesamt ein neues Gesicht zu geben.
Gewünscht wurde außerdem eine Abgrenzung des Grundstückes zur nahen Hauptstraße, weil der Garten auch als Pausenhof genutzt wird.
Die Kosten für das Projekt sollten im Rahmen bleiben, daher würden die Arbeiten ehrenamtlich unter meiner Leitung von Eltern und Lehrern durchgeführt werden.
Durchgeführte Maßnahmen

Im Bereich des Dorfes prägen noch einige alte Streuobstwiesen das Landschaftsbild. Daher lag es nahe, den alten Apfelbaum auf dem Schulgelände durch Rückschnitt zu sanieren, einen
Hochstamm-Birnbaum in die Rasenfläche sowie einen Spalier-Birnbaum an die Südwand des Schulhauses zu pflanzen.
Wegen der ländlichen Umgebung kam ein Zaun zur Abgrenzung nach Süden nicht in Frage. Statt dessen entschieden wir uns für eine locker gepflanzte, naturnahe Hecke aus einheimischen Gehölzen (z.B.
Schlehe, Haselnuss, verschiedene Wildrosen, Hartriegel, Sanddorn).

Der alte Folienteich war nicht mehr zu retten und mußte erneuert werden. Sein Relief wurde neu modelliert, dabei wurden auch Flachwasser- und Sumpfzonen geschaffen. Dort wurden heimische Wildpflanzen
angesiedelt (z.B. Fieberklee, Blutweiderich, Bachnelkenwurz, Mädesüß, Schwertlilien-Arten, Baldrian, Sumpfdotterblume, Seerose u.a.).
Rund um den Teich wurden Kieswege aufgeschüttet und Beete angelegt, in die Wild- und Heilpflanzen ausgesät und gepflanzt wurden:
Johanniskraut, Echte Goldrute, Frauenmantel, Schafgarbe, Eibisch, Sonnenhut, Glockenblumen-Arten, Seifenkraut, Nachtkerze, Lavendel, Lein, Ysop, Salbei, Weinraute, Oregano, Odermenning, Ringelblume,
Borretsch, Königskerze, Klatschmohn, Mutterkraut, Malven, Beinwell u.a.
Diese Art der Bepflanzung vereint mehrere Vorteile in sich:
- Geringer Kostenaufwand.
- Prachtvolle Optik zu jeder Jahreszeit.
- Ein robuster Pflanzenbestand, der relativ wenig Pflege benötigt. Die
Pflegemaßnahmen werden im wesentlichen von der Lehrerin Frau
Goldschmidt-Behmer und ihrer Garten-AG durchgeführt.
- Die Möglichkeit für Lehrer, Unterrichte im Garten abzuhalten. Dabei
können die Schüler Wild- und Heilplanzen kennenlernen und sich über
deren Anwendungsmöglichkeiten (z.B. als Gewürze oder Heilmittel)
informieren.
Naturheilpraxis Kern
